Pestwurz -Petasites hybridus - Asteraceae

"Pestwurz" (Petasites hybridus (L.) G., M., Sch. (Syn.: P. officinalis Moench), Asteraceae) kommt in ganz Mitteleuropa an Bachrändern vor. Ihre Blätter und insbesondere ihre Wurzeln werden in Form verschiedener Zubereitungen als Spasmoanalgetikum bei Migäne und Asthma als auch bei akuten krampfartigen Schmerzen im Bereich der ableitenden Harnwege verwendet. Daneben wird die Pflanze auch bei Kopfschmerzen und Erkältungen eingesetzt.
Neben dieser offizinell verwendeten Art kommen in unseren Breiten noch P. paradoxus, P. albus, P. spurius und P. fragransvor.
Wie verschiedene Untersuchungen belegen, sind in allen Petasites-Arten toxische Pyrrolizidinalkaloide zu finden.
Es muß daher unbedingt gewährleistet sein, daß auf dem Markt befindliche Pestwurz-Präparate frei von PA sind, bzw. daß die tägliche Maximalaufnahme an toxischen PA unter 1Mikrogramm liegt.
Um dies zu erreichen, wurden verschiedene Verfahren eingesetzt, um einen letztlich PA-freien Extrakt zu erhalten. Z.Zt. stehen einige Pestwurz-Präparate zur Verfügung, die diese PA-Freiheit aufweisen.

 

Strukturen der Pyrrolizidinalkaloide, die in Petasites-Arten vorkommen können:

Literatur:

Pyrrolizidin- und Securininalkaloide verschiedener Euphorbiaceae-, Boraginaceae- und Asteraceaearten, Dissertation A. Eckert, Bonn, 1994

Pyrrolizidine Alkaloide in Petasites fragrans
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Dr. Helmut Wiedenfeld